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Österreichs Männer Handball Nationalteam steigt mit zwei Punkten, einem Sieg und einer Niederlage, in die EM-2014-Qualifikation ein. Einem 35:24-Heimsieg gegen Bosnien-Herzegowina folgt auswärts eine 31:38-Niederlage bei Russland. In der Tabelle liegt man hinter Serbien auf Platz 2.

ÖHB-News vom 05.11.2012

ZWEI PUNKTE FÜR NATIONALTEAM Österreichs Männer Nationalteam meldet sich mit einem Kantersieg zurück auf der internationalen Bühne: zum EM-2014-Qualifikations-Auftakt gewinnen die Österreicher in einer mit 3.200 voll besetzten Linzer Tips Arena gegen Bosnien-Herzegowina ganz klar 35:24 (18:7). Österreich tritt von Beginn an entschlossen auf: super in der Deckung, mit schnellen Gegenstößen und einem überragenden Nikola Marinovic im Tor: Fabian Posch, für den in “Team-Ruhestand” getretenen Patrick Fölser nachgerückt, kann bereits nach fünf Spielminuten auf 3:1 stellen, kurze Zeit später erhöht Robert Weber bereits auf 6:3. In der Folge geht bei den Bosniern garnichts mehr: Nikola Marinovic raubt dem bosnischen Angriff mit seinen zwölf Paraden alleine in der ersten Halbzeit den letzten Nerv, die Deckung der Österreicher steht dank eines bis zum Umfallen kämpfenden Vitas Ziura sensationell, die Österreicher lassen ab der 6. Minute bis zur 22. Minute (!) keinen einzigen Treffer der Gäste zu und im Angriff spielt sich die Mannschaft von Teamchef Patrekur Jóhannesson unter Regisseur Viktor Szilagyi und trifft nach Belieben. Selbst als Nikola Marinovic die Schutzbrille, die er nach einer Augenverletzung trägt, zerschossen wird, reißt die Erfolgsserie der österreichischen Deckung nicht. Im Gegenteil, bis zur 21. Minute erhöht Robert Weber auf 13:3, wenige Minuten vor dem Ende bauen die Österreicher bereits “Gustostückerln” wie das Fliegertor von Roland Schlinger nach Pass von Vitas Ziura zum 17:5 ein und gehen mit einer 18:7-Führung in die Kabine. Bosnien-Herzegowina erwischt in Halbzeit zwei einen Blitzstart, Österreich muss dem hohen Tempo in Halbzeit eins für kurze Zeit Tribut zollen, die Gäste können bis zur 40. Minute bis auf minus sieben, 16:23, aufholen, doch dann zieht Österreich das Tempo wieder an und stellt bis Mitte der ersten Halbzeit durch einen heute groß aufspielenden Roland Schlinger den plus-zehn-Tore-Vorsprung zum 26:16 wieder her. Bereits früh lässt Teamchef Patrekur Jóhannesson nicht nur die “erste Garde” spielen, sondern alle Spieler zum Zug kommen, in Halbzeit zwei feiert auch Kreisläufer Christoph Edelmüller sein Teamdebüt. Vier Minuten vor dem Ende sorgt Lucas Mayer dafür, dass der Halbzeitstand von plus elf wieder hergestellt ist, wenige Sekunden später setzt Conny Wilczynski per Gegenstoß nach Abwehr von Thomas Bauer noch eins drauf und erhöht auf 34:22. Den Schlusspunkt setzt Teamdebütant Christoph Edelmüller zum 35:24-Kantersieg gegen Bosnien-Herzegowina. *** Österreichs Männer Nationalteam verliert das zweite EM-2014-Qualifikationsspiel in Perm gegen Russland 31:38 (12:19), überwintert in der Gruppe 7 mit zwei Punkten, punktegleich mit Russland. In den Anfangsminuten kann Österreich das Spiel noch offen halten, Nikola Marinovic zeichnet sich wie bereits am Mittwoch im Tor aus, vorne trifft Roland Schlinger im Triplepack. Doch dann reißt der Faden bei den Österreichern, Russland kann mit seiner ernom starken Rückraumreihe nach sieben Minuten erstmals 4:3 in Führung gehen, die Mannschaft von Teamchef Patrekur Jóhannesson scheitert im Angriff mehrmals an technischen Fehlern oder dem russischen Torhüter. Jóhannesson muss in Minute elf beim Stand von 3:8 bereits die Auszeit nehmen, um seine Mannschaft neu zu ordnen. In der Folge können die Österreicher den Rückstand zwischenzeitlich zwar in Grenzen halten, ein wirkliches Rezept gegen den starken Angriff der Russen finden sie aber nicht, zudem gibt es für den österreichischen Angriff gegen die aggressive Deckung der Russen kein Durchkommen. Österreich geht mit einem enttäuschenden 12:19-Rückstand in die Pause. Die Müdigkeit nach der 5-Stunden-Zeitumstellung ist den Österreichern auch in der zweiten Halbzeit anzumerken. Die Russen, gespickt mit Champions-League-erfahrenen Spielern, wirken frischer, können den Vorsprung zwischenzeitlich auf bis zu plus zehn ausbauen. Doch die Österreicher kämpfen weiter, können sich bis zur 50. Minute wieder auf minus sechs, 25:31 herankämpfen. Unter der Regie von Viktor Szilagyi gibt die Mannschaft auch weiter nicht auf, kämpft bis zum Umfallen und kann drei Minuten vor Schluss aus einem ursprünglichen minus zehn noch ein minus fünf machen: in der 27. Minute trifft Robert Weber zum 30:35. Am Ende feiert Russland einen verdienten 38:31-Heimsieg gegen Österreich. Roland Schlinger: “Wir haben heute in der ersten Halbzeit viel zu viele Fehler gemacht und den Russen leichte Tore geschenkt. Und wenn man mal mit minus acht hinten ist, ist es schwer, da noch dagegenzuhalten. Nichtsdestotrotz haben wir uns in der zweiten Halbzeit noch herangekämpft, das war für uns wichtig, hier nicht unterzugehen. In der EM-Quali ist nichts verloren, es bleibt dabei, wir müssen unsere Heimspiele gewinnen, dann ist in dieser schweren Gruppe trotzdem noch alles möglich.”